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02.11.2016 Stories

Jahr­buch zur Gesund­heit der Deut­schen: Bes­se­re Auf­klä­rung, bewuss­te­re Ent­schei­dung

Insbesondere der Anteil von jugendlichen Rauchern wird immer geringer. Das ist erfreulich und laut DESTATIS auf gute Aufklärungsarbeit zum Tabakkonsum zurückzuführen.

In Berlin stellte das Statistische Bundesamt am 27. Oktober sein Jahrbuch 2016 zur Gesundheit der Deutschen vor. Besonders erfreulich: Der Tabakkonsum bei Jugendlichen ist rückläufig. Reemtsma war bei der Vorstellung des neuen Jahrbuchs zur Gesundheit der Deutschen bei der Pressekonferenz des Statistischen Bundesamtes dabei.

Das Bewusstsein der Deutschen um die Risiken bestimmter Nahrungs- und Genussmittel hat sich in den letzten Jahren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes deutlich verbessert. Der Grund: zahlreiche Maßnahmen zur Aufklärung der Bevölkerung, gerade rund um das Thema Tabak. Das Bewusstsein in der Bevölkerung um die Risiken des Rauchens sei „in den letzten Jahren gestiegen“, lobten die Experten bei der Vorstellung des Jahrbuchs in Berlin.

„Gerade beim Schutz von Jugendlichen ist Deutschland auf Erfolgskurs“

„Erfreulich ist, dass sich insbesondere bei den jüngeren Altersgruppen, also bei den 15- bis unter 20-Jährigen, die Anteile der regelmäßigen Raucher und Raucherinnen deutlich reduziert haben“, so Dieter Sarreither, Präsident des Statistischen Bundesamtes.
Die neuesten Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2015 bestätigen das: Die Zahl der 12- bis 17-jährigen Raucher liegt mit 7,8 Prozent auf einem historischen Tief.

Verglichen mit den Rauchgewohnheiten der Deutschen vor zehn Jahren zeichnet sich insgesamt ab, dass die Deutschen weniger und bewusster zur Zigarette oder der Zigarre greifen: 170 Zigaretten, Zigarren oder Zigarillos weniger rauchte jeder Deutsche im Schnitt verglichen zu 2005. Die Ausgaben für Tabak pro Haushalt blieben jedoch annähernd gleich. Zwischen 2003 und 2013 sanken sie um einen Euro auf 17 Euro pro Haushalt und Monat.

Aktuelle Zahlen präsentierte das Statistische Bundesamt dazu allerdings nicht. Weitgehend stabil ist auch der Konsum seit rund drei Jahren – trotz verschärfter Regulierungen für Werbung und Verpackungen.

Zahl der Raucherinnen sinkt

Keine schlüssige Erklärung konnte das Statistische Bundesamt für die steigende Zahl an Lungenkrebsfällen bei Frauen liefern. Obwohl die Zahl der Raucherinnen laut Mikrozensus kontinuierlich zurückgeht – zwischen 1999 und 2013 von 21,7 % auf 20,9 % –, ist die Zahl der Frauen, die an Lungenkrebs starben, gegenüber 1999 um 41 % gestiegen.

Generell führt das wachsende Gesundheitsbewusstsein dazu, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden. Ein neugeborener Junge wird heute etwa 78 Jahre, ein Mädchen 83 Jahre alt. Die Entscheidung, gesund zu leben, ist jedoch nicht nur in der Statistik relevant, sondern verändert auch die individuelle Selbstwahrnehmung: So antworteten auch 65 % der Deutschen auf die Frage, wie es ihnen gesundheitlich gehe, mit „sehr gut“ oder „gut“.