21.04.2016 Stories

Wolf­gang Bau­er gewinnt den Reemts­ma Liber­ty Award 2016

Schon seit 2007 ehrt Reemts­ma her­aus­ra­gen­de Jour­na­lis­ten mit dem Liber­ty Award. 2016 geht der Preis an Wolf­gang Bau­er für sei­ne Repor­ta­ge „Und vor uns liegt das Glück“.

Pres­se­frei­heit und das Recht auf eine freie Mei­nung sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Sie sind hart erkämpf­te Errun­gen­schaf­ten und als sol­che müs­sen sie immer wie­der ver­tei­digt wer­den. Aus die­sem Grund hat Reemts­ma 2007 den Reemts­ma Liber­ty Award ins Leben geru­fen, des­sen Ver­lei­hung die­ses Jahr zum zehn­ten Mal statt­fand. Der mit 15.000 Euro dotier­te Jour­na­lis­ten­preis ist die ers­te und ein­zi­ge Aus­zeich­nung in Deutsch­land, die aus­schließ­lich den muti­gen Ein­satz deutsch­spra­chi­ger Aus­lands­kor­re­spon­den­ten wür­digt.

Der Jubi­lä­ums-Liber­ty Award 2016 ging an Wolf­gang Bau­er. Vor zwei Jah­ren gab sich der freie Jour­na­list als Flücht­ling aus und schloss sich mit einem Foto­gra­fen uner­kannt einer Grup­pe Flücht­lin­ge auf ihrem Weg nach Euro­pa an. Sei­ne im ZEIT Maga­zin erschie­ne­ne Repor­ta­ge „Und vor uns liegt das Glück“ ist reprä­sen­ta­tiv für Bau­ers Arbeit, die sich nicht nur durch einen span­nen­den Erzähl­stil, son­dern auch durch Recher­che­tie­fe und oft ris­kan­ten per­sön­li­chen Ein­satz aus­zeich­net.

Wolfgang Bauer schildert dramatische Szenen einer Flucht

Ute Bru­cker, Jury­mit­glied und Lei­te­rin der SWR-Redak­ti­on Aus­land, über­reich­te den Preis im Namen der Jury. „So ein­dring­lich haben wir die Flucht über das Meer sel­ten erlebt. Die packen­de Repor­ta­ge führt den Leser nahe an die Men­schen her­an, die für die Hoff­nung auf Frei­heit alles auf­ge­ben, was sie besit­zen. Sie schil­dert die ein­zel­nen Schick­sa­le hin­ter den abs­trak­ten Flücht­lings­zah­len. Wolf­gang Bau­er erweckt Sen­si­bi­li­tät für eine der größ­ten huma­ni­tä­ren Kata­stro­phen unse­rer Zeit.“

Die dies­jäh­ri­ge Ver­lei­hung an Wolf­gang Bau­er wur­de von Gün­ther Jauch mode­riert und fand zusam­men mit einem exklu­si­ven Auf­tritt der Band SILBERMOND im Ber­li­ner Soho House statt. Die mehr­fa­chen Echo-Preis­trä­ger enga­gie­ren sich seit Jah­ren poli­tisch. Begeis­ter­te Reak­tio­nen erhielt auch Nach­wuchs­re­por­ter Huber­tus Koch mit sei­ner Rede über die Ent­ste­hung sei­nes Films „Süch­tig nach Jihad – der Film eines klei­nen Jun­gen“.

Zum Enga­ge­ment des Reemts­ma Liber­ty Award sag­te Micha­el Kaib, Gene­ral Mana­ger Reemts­ma, abschlie­ßend in sei­ner Rede: „Nur freie Medi­en ermög­li­chen es uns, gut infor­mier­te – und somit freie – Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Und auch Reemts­ma als Unter­neh­men steht dafür, dass mün­di­ge Bür­ger sich eigen­ver­ant­wort­lich und auf­ge­klärt ent­schei­den kön­nen.“