Reemtsma Schwarzmarkt-Tracker für 2025: Zoll und Polizei melden jeden zweiten Tag Beschlagnahmungen / Fast 30 Prozent mehr illegale E‑Zigaretten sichergestellt

Zu Jahresanfang 2025 hat Reemtsma seinen Schwarzmarkt-Tracker für Tabak- und Nikotinprodukte in Deutschland gestartet. Auf Basis offizieller Mitteilungen von Zoll und Polizei bietet er seither einen transparenten Überblick über die Sicherstellung von nicht verkehrsfähigen Zigaretten, E-Zigaretten, Tabak zum oralen Gebrauch ("Snus") sowie Nikotinbeuteln. Die Bilanz für das Jahr 2025 zeigt deutlich: Der Schmuggel bzw. illegale Handel mit diesen Produkten bleibt hierzulande ein massives Problem mit besorgniserregender Dynamik. So haben Zoll und Polizei im letzten Jahr fast 30 Prozent mehr Beschlagnahmungen illegaler E-Zigaretten vermeldet als im Jahr zuvor.

Im Jahresverlauf 2025 sind insgesamt 157 offizielle Mitteilungen von Zoll- und Polizeibehörden aus ganz Deutschland in den Reemtsma Schwarzmarkt-Tracker eingeflossen. Demnach addieren sich die sichergestellten illegalen Tabak- und Nikotinprodukte sowie der damit verbundene Steuerschaden (nur Tabaksteuer, ohne Sekundäreffekte wie entgangene Umsatz-, Gewerbe- oder Einkommenssteuer) für 2025 wie folgt:

Screenshot des Reemtsma Schwarzmarkt-Trackers für das Jahr 2025

Alarmierende Dynamik, vor allem bei illegalen E-Zigaretten

„Da unser Schwarzmarkt-Tracker nur offizielle Mitteilungen berücksichtigt, bildet er auch nur die Spitze des Eisbergs ab – und schon die ist gewaltig. Neben den nackten Zahlen ist die Tatsache besonders alarmierend, dass Behörden im gesamten Bundesgebiet praktisch jeden zweiten Tag neue Beschlagnahmungen vermelden“, betont Christian Cordes, Director Corporate & Legal Affairs Cluster DACH bei Reemtsma. Vor allem bei illegalen E-Zigaretten zeigte sich im abgelaufenen Kalenderjahr ein deutlicher Zuwachs: Behördliche Meldungen über umgerechnet insgesamt 3,56 Millionen Stück bedeuten fast 30 Prozent mehr als im Jahr 2024 (2,78 Mio. Stück).¹

Durchsetzungsdefizite gemeinsam und wirkungsvoll beheben

Der Schwarzmarkt in Deutschland mit illegalen und nicht verkehrsfähigen Tabak- und Nikotinprodukten boomt. Er ist eine wichtige Einnahmequelle für die organisierte Kriminalität und finanziert oftmals Prostitution, Drogen-, Waffen- oder Menschenhandel. Gerade bei neuartigen Produktkategorien wie E-Zigaretten, Tabak zum oralen Gebrauch und tabakfreien Nikotinbeuteln ist der Trend alarmierend. Dabei sind die Regeln dafür, welche Produkte überhaupt im Markt sein und an wen sie abgegeben werden dürfen, eigentlich eindeutig.

Es gibt schlicht­weg viel zu weni­ge Kon­trol­len und viel zu mil­de Stra­fen bei Ver­stö­ßen. Das geht mas­siv zu Las­ten des Ver­brau­cher- und Jugend­schut­zes, des lega­len Wett­be­werbs und wich­ti­ger Steuer­einnahmen, die dem Staat feh­len. Mit wei­te­ren Ein­schrän­kun­gen oder Pau­schal­ver­bo­ten ist dem nicht bei­zu­kom­men. Deut­lich wirk­sa­mer ist aus unse­rer Sicht ein enges und kon­struk­ti­ves Bünd­nis von Poli­tik, Behör­den, Her­stel­lern, Händ­lern und auch Ver­brau­chern, die das Pro­blem aner­ken­nen und gemein­sam dar­an arbei­ten, bestehen­de Regeln effek­ti­ver durch­zu­set­zen und den ille­ga­len Markt zurückzudrängen.

Christian Cordes

Reemtsma Director Corporate and Legal Affairs

¹2024: Sicherstellung von mindestens 1.886.108 illegalen E-Zigaretten sowie 1.787,7 Litern E-Liquids. Auf Basis der für vorbefüllte E-Zigaretten maximal zulässigen Füllmenge von 2 ml pro Stück ergibt dies umgerechnet zusammen 2.780.108 Stück. Unsere Pressemitteilung dazu finden Sie hier.

(Titelbild KI-generiert)